Heinrich Hansjakob war katholischer Pfarrer, badischer Heimatschriftsteller, Historiker und Politiker.
Er lebte von 1837 bis 1916.
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Der nachfolgende Text zur Schulgeschichte und der Entwicklung zur Schule wurde von Herrn Martin Winterhalter (Rektor von 1968 - 2000) verfasst und zur Verfügung gestellt.
Das KM „verwirklicht“ seinen Schulentwicklungsplan im ehemaligen Kreis Lahr - das Netz an Hilfsschulen soll flächendeckend werden. Der Rektor der Hilfsschule Lahr, Joachim Lendewig, wird beauftragt, den so genannten Südbezirk zu „erschließen“. Herr Lendewig zu seinem Junglehrer Martin Winterhalter: „Du wohnst da unten, das wird deine Aufgabe!“ Ursula Bihn, Hanns Binder und Martin Winterhalter werden losgeschickt, um die Schulen im Südbezirk nach lernschwachen Schülern zu „durchtesten“. Eine Fülle von Meldungen, jede Menge Arbeit, ein Stapel Gutachten.
Ettenheim ist als Schulsitz der neuen Schule vorgesehen. Es ist jedoch kein Raum vorhanden. Landrat Dr. Wimmer überzeugt den damaligen Bürgermeister Loosmann von Orschweier, die Hilfsschule vorläufig in die 1966 neu eingeweihte Schule des Dorfes aufzunehmen, da diese durch den Schulentwicklungsplan II eigentlich überflüssig geworden ist. Kultusminister Hahn besucht persönlich Orschweier, besichtigt die neue Wohnstatt der eigentlich nach Mahlberg verlegten dörflichen Bildung und schlägt Herrn Bürgermeister Loosmann vor, sich um die Vermietung des erst seit einem Jahr als Schule genutzten Gebäudes an einen Industriebetrieb (Salamander in Grafenhausen sucht eine neue Bleibe) zu kümmern.
Der Start der Hilfsschule im Südbezirk findet nicht statt. Die neuen Akten verschwinden in Rektor Lendewigs Schränken, die hilfsschulpflichtigen Schüler verbleiben (je nach Einsicht der Eltern: „Gott sei Dank!“) in ihren Schulen.
Der Rektor der Hilfsschule Lahr, Herr Joachim Lendewig, wird beauftragt, die hilfsschulbedürftigen Kinder im Südbezirk zu erfassen. Die Akten vom Frühjahr 1967 sind hinfällig, “rechtsunwirksam“ geworden. Ursula Bihn, Hanns Binder und Martin Winterhalter werden erneut losgeschickt, um die Schulen im Südbezirk nach lernschwachen Schülern zu „durchtesten“. Wieder: Eine Fülle von Meldungen, jede Menge Arbeit, ein Stapel Gutachten.
Die Hilfsschule Orschweier existiert. Martin Winterhalter ist der Schulleiter. Ein neu in Dienst gestellter Junglehrer, Bernd Schneider, steht ihm zur Seite. Jeder unterrichtet eine Klasse mit je 17 Schülern. Für den Betrieb der Hilfsschule wird unter der Federführung von Verwaltungsdirektor Schwarz vom Landratsamt Lahr eine Öffentlich-rechtliche Vereinbarung geschlossen, die alle Gemeinden des Südbezirks Lahr an den Betriebskosten der Schule beteiligt. Der Verteilerschlüssel ist die Bevölkerungszahl. Die Gemeinde Orschweier ist aber alleiniger Schulträger. Im Haus befindet sich ebenfalls die Grundschule von Orschweier mit zwei jeweils kombinierten Klassen. Schulleiter- und Lehrerzimmer benutzen beide Schulen gemeinsam. Im Erdgeschoss wird der Werkraum gleichzeitig als Turnraum verwendet. Der „Proberaum“ im EG dient dem Dorf für alle größeren Veranstaltungen. Die Halle gibt es noch lange nicht. Für die Fastnachtsveranstaltungen wird die überdachte Pausenhalle mit Bretterwänden vernagelt und der „Lehrkörper“ mit Hähnchen, Pommes und Sekt besänftigt.
Der „Begründer“ der Schule und bisherige Schulleiter Martin Winterhalter wird zum Sonderschulrektor ernannt.
Die Grundschule Orschweier wird in die Schule der Hauptstadt Mahlberg einverleibt, der Grundschullehrer Kurt Lienemann vererbt sich an die Hilfsschule, diese breitet sich rasend schnell aus, benötigt das ganze Haus und ist in den kommenden Jahren gezwungen, sich durch allerlei Behelfsmaßnahmen den benötigten Platz zu schaffen: Das Schulleiterkämmerchen wird gleichzeitig Lehrerzimmer, das Lehrerzimmer wir zum „Klassenzimmer“, der Handarbeitsraum wird von städt. Arbeitern provisorisch mit einer Zwischenwand geteilt, um einen weiteren Klassenraum zu gewinnen.
Neben der Schule ist eine Turn- und Festhalle entstanden. Jetzt kann auch richtig Sport betrieben werden. Im angebauten Foyer gibt es eine Mini-Einbauküche - ab sofort kann sogar richtiger Kochunterricht erteilt werden. Die Schülerzahlen wachsen indessen unentwegt auf bis zu 140 Schülern an. Die Schule erhält einen Konrektor. Die Ernennung erhält Bernd Schneider. Die Schule platzt aus allen Nähten. Es muss erweitert werden, die alte Standortfrage wird aktuell und heiß diskutiert: Der Stadtrat von Ettenheim beschließt, dass die Schulstadt Ettenheim endgültiger Standort auch für die Lernbehindertenschule werden soll. Eine Kommission aus Regierungspräsidium, Oberschulamt und Staatl. Schulamt besichtigt die Schule in Orschweier, befindet, dass der Standort für den endgültigen Ausbau zu klein ist, zumal die Landesregierung Pläne in der Schublade hat, die Lernbehindertenschulen in Ganztagsbetriebe umzuwandeln. Mahlberg will aber Standort der Lernbehindertenschule bleiben. Nach der Entscheidung des Kultusministeriums, im Südbezirk nur eine Lernbehindertenschule zu haben und diese in Mahlberg zu belassen, werden konkrete Pläne für einen Erweiterungsbau in Orschweier in Auftrag gegeben.
Pünktlich zum zehnjährigen Bestehen der Schule in Orschweier wird der Um- und Erweiterungsbau in einem kleinen Festakt übergeben. Ab sofort sind wir die schönste und komfortabelste Schule im Südbezirk: Wir verfügen jetzt über alle notwendigen Fachräume mit großzügiger Ausstattung.
Unsere Schulart ist politisch und gesellschaftlich bedingt einem steten Wandel unterworfen: Seit der Gründung der Schule haben sich die Bezeichnung, die Lehrpläne und die Erziehungsprogramme mehrmals grundlegend geändert. Insbesondere die Fachräume sind daher immer wieder von einer z. T. vollständigen Umgestaltung und Umnutzung betroffen. Das dafür notwendige Engagement der Lehrkräfte und die erforderlichen finanziellen Mittel waren immer reichlich vorhanden. Der Stadt Mahlberg gebührt hierfür besonderer Dank. Sie schafft die äußeren Gegebenheiten, damit ein weit überdurchschnittlich motiviertes Kollegium seine innovativen Kräfte entfalten kann.
Die Geschichte einer Schulart mit wechselvollem „Namensschicksal“ - gegründet 1968 als Hilfsschule Orschweier.
Zu diesem Thema gibt es einen extra Jubiläumsordner, in dem auch die diversen Veranstaltungen mit Bildern und Festprogrammen abgeheftet sind. Martin Winterhalter (Rektor i. R.)
Das 25-jährige Bestehen der Hansjakob-Schule wurde am 09.09.1993 gefeiert. Mit einem Festgottesdienst um 9.00 Uhr wurde diese Jubiläumsfeier begonnen. Am Sonntag, 11.09.1993 wurde dieser Geburtstag mit Schülern, Eltern und Lehrer in der Turn- und Festhalle gefeiert.
Auch das 40-jährige Bestehen der Schule war Anlass für eine große Feier. Zusammen mit dem Sommerfest der Schule wurde am 14. Juni 2008 dieses Jubiläum gefeiert. Begonnen wurde mit einem Festakt im Pädagogischen Zentrum mit Redebeiträgen und Schülerdarbietungen. Im Anschluss gab es dann Spielangebote für Groß und Klein und die Bewirtung durch den Förderverein und den Elternbeirat.
In verschiedenen Abschnitten wurde die Sanierung des Schulgebäudes angegangen. Zunächst wurden im Jahre 2006 die sanitären Anlagen im Erdgeschoss vollständig erneuert. Ein Jahr später folgte die Sanierung der Dächer auf allen Schulgebäuden. Hinzu kamen in diesem Bauabschnitt auch die Dämmung der Dächer und der Betonfassaden. Ebenfalls wurden vor den Fenstern auf der Südseite Jalousien angebracht und die Beleuchtung im Obergeschoss erneuert. In diesem Bauabschnitt wurden auch die Sicherheitsstandards auf den neuesten Stand gebracht (Fluchttreppe, Fluchttüren, Brandschutztüren, neue Schließanlage).

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