WIR LERNEN MIT KOPF, HERZ UND HAND

So folgt das Leitbild unserer Hansjakob-Schule Orschweier
der Feststellung von Heinrich Pestalozzi, dass ein Kind dann am besten lernt, wenn Denken, Fühlen und Handeln als Vernetzung im Unterricht stattfinden.

Unserem Leitbild liegen zudem nachstehende Prinzipien zugrunde:Unsere Schule ist ein Haus zum Leben und Lernen.

  • Fürs Wachsen braucht jeder seine Zeit
  • Jeder Tag ist Lebens- und Lernzeit
  • Wir lernen für uns und für unser Leben
  • Werthaltungen können nicht gelehrt, wohl aber erfahren und eingeübt werden
  • Kinder und Jugendliche lernen am Erfolg: Jeder kann etwas - und hat Stärken
  • Alle am Schulleben Beteiligten leisten einen unverzichtbaren und wichtigen Beitrag zur Entwicklung unserer Schüler. 

    Aus all diesen Gründen wollen wir eine Schule sein, an der Kinder und Jugendliche mit ihren unterschiedlichen Voraussetzungen und Vorbedingungen, mit ihren Stärken, – aber auch mit ihren Handicaps angenommen sind. Unsere Schule soll Raum bieten um Erfahrungen zu sammeln, um Neues auszuprobieren und Wissen zu erwerben. Sie soll aber auch ein Raum sein, in dem Erziehung stattfindet, Werte vermittelt und das Zusammenleben in der Gemeinschaft geübt und erfahren werden kann.

Unser Schulprofil

Grundstufe Klassen 1 - 4

Soziales Lernen soll durch die offenen Unterrichtsformen angebahnt werden. Die Schülerinnen und Schülern lernen in der Partner- und Gruppenarbeit, bei Lernzirkeln, an Lerntheken und in ersten kleinen Projekten von- und miteinander. In den nicht altershomogenen Klassen unterstützen und helfen sie sich gegenseitig. Die Arbeit in kleinen Gruppen ermöglicht ein Lernen ausgehend von den jeweiligen Kenntnissen der Schülerinnen und Schüler. Der Leselernprozess wird durch die „Lesemütter“ unterstützt. Hier können einzelne Kinder ganz gezielt gefördert werden. Einen Anreiz zum Lesen bieten auch unsere Klassenbüchereien.

Mehrmals im Jahr bereichern Praktikanten unseren Unterricht, die die Kinder bei ihrer Arbeit in der Einzelsituation begleiten. Der Umgang mit dem PC wird durch erste, einfache Lernspiele (Bsp.: Budenberg) geübt.

Zu den Unterrichtsangeboten der Unterstufe gehören u. a. Besuche bei verschiedenen Gemeindeeinrichtungen (Rathaus, Büchereien, Stadtführungen) ebenso dazu, wie das Kennenlernen von Sport- und Freizeiteinrichtungen am Ort bzw. in der näheren Umgebung. Die Schülerinnen und Schüler lernen bei der jährlichen Feuerwehrübung oder der Besichtigung eines Krankenwagens die Feuerwehr bzw. THW oder Rotes Kreuz kennen.

Während verschiedener themenbezogener Unterrichtsgänge in die nähere Umgebung (z. Bsp. Besuch auf einem Bauernhof, dem Wald bei Ettenheim, der Fischzucht Rieger oder dem Stadtgarten Lahr) lernen die Schülerinnen und Schüler vor Ort.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gesundheitserziehung, dazu gehören neben der richtigen Zahnpflege, auch die Ernährung und Körperhygiene. Die Möglichkeit der Einbeziehung von außerschulischen Experten (Schulzahnarzt, Ernährungsberatung) ist gegeben. Der Schulgarten bietet Raum, erste eigene Erfahrungen im Säen, Pflanzen und Ernten zu sammeln. Einen krönenden Höhepunkt bildet die jährliche, aus eigenen Produkten gekochte, Kartoffelsuppe.

Gegen Ende der vierten Klasse steht der Besuch im Verkehrsgarten, Lahr. Hier üben die Schülerinnen und Schüler, sich mit dem Fahrrad im Verkehr richtig zu verhalten und sie lernen Verkehrsregeln und –schilder kennen. Zum Schluss erhalten sie nach bestandener Prüfung den Fahrradpass.

Für eine gezielte Bewegungstherapie steht ein großzügig eingerichteter Raum zur Verfügung.

 

Auch die Unterstufe wird bereits in die Planung und Gestaltung der unterschiedlichen Festivitäten, wie dem jährlich stattfindenden Schulfest oder unserer Weihnachtsfeier miteinbezogen. Einmal im Jahr runden ein gemeinsamer Schulausflug, ein Wintertag zum Rodeln oder ein mehrtätiger Besuch im Schullandheim das Jahr ab.

Hauptstufe Klassen 5 - 9

An unterschiedlichen Projekten lernen die Schülerinnen und Schüler,
ein Thema weit gehend selbstständig zu erarbeiten, zu dokumentieren und zu präsentieren.

gehend selbstständig zu erarbeiten, zu dokumentieren und zu präsentieren. Die bereits in der Unterstufe eingeführten Arbeitsformen (Gruppen- und Partnerarbeit, Lernzirkel, Lerntheken etc.) finden weiter Anwendung. Die Schülerinnen und Schüler erlernen Grundkenntnisse im Umgang mit Windows/Word und einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet. Sie nutzen den Computer verstärkt für schriftliche Arbeiten und zur selbstständigen Informationsbeschaffung.

Im Mittelpunkt steht die Vorbereitung auf den Beruf. Betriebsbesichtigungen in der näheren Umgebung (z. B.: Bäckereien in Mahlberg (Fa. Friedrich), in Altdorf (Fa. Möhringer), Ettenheim (Fa. Käufer), Aldi, Pelletwerk, Mülldeponie, Recyclinghof Fa. Singler) statt. Sie bilden eine Vorbereitung der Praktika. Die Schülerinnen und Schüler erhalten so Einblicke in verschiedene Berufsbilder, lernen Firmen am Ort kennen und bekommen erste Ideen für spätere Praktika.

In Klasse 7 findet im zweiten Schulhalbjahr das zweiwöchige Einführungspraktikum statt.

Ab Klasse 8 absolvieren die Schülerinnen und Schüler im ersten Schulhalbjahr ein zweiwöchiges Blockpraktikum. Im zweiten Halbjahr findet ein dreiwöchiges Blockpraktikum statt. Freitags gehen sie ins Tagespraktikum. Ihren Praktikumplatz sollen die Schülerinnen und Schüler mit Hilfestellung der Klassenlehrer selbstständig finden.

Die Arbeit am Computer wird weiter vertieft, die Schülerinnen und Schüler wenden ihre erworbenen Grundkenntnisse in Word/Windows bei praktischen Arbeiten, wie Lebenslauf und Bewerbungsschreiben an. Ebenso werden mit den Schülerinnen und Schülern Situationen des Berufsalltages geübt und durchgespielt, wie das richtige Verhalten bei Vorstellungsgesprächen, am Telefon, bei Behördengängen etc.

Durch themenbezogene Unterrichtsgänge (Burgen, Mahlberger Schloss, Rheinfähre bei Kappel, Nonnenweier Staustufe, Taubergießen) findet Lernen vor Ort statt.

Bereits aus der Unterstufe bekannte Traditionen, wie der 2xjährlich zu verleihende Sozialpreis haben ebenso weiterhin Bestand, wie verschiedene Themen, die in der Hauptstufe wieder aufgegriffen und vertieft werden (z. B. Zähne, Körperhygiene oder Ernährung). Soweit möglich werden auch „Experten“ von außen herangezogen, z. B.: Pro familia für den Sexualkundeunterricht oder Zeitzeugen verschiedenen geschichtlichen Themen.

Im Winterhalbjahr (Oktober-Dezember) erhalten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5/6 Schwimmunterricht im Hallenbad Altdorf.

Durch unsere Kooperationslehrer findet eine gute Kooperation mit den Grund- und Hauptschulen der näheren Umgebung statt.

In Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei steht Gewaltprävention ebenso auf dem Lehrplan, wie Straftaten (Ladendiebstahl, Körperverletzung) und ihre Folgen.

In den Fächern Geschichte/Gemeinschaftskunde, Biologie und Erdkunde lernen die Schülerinnen und Schüler sich in der Gesellschaft/Gemeinschaft zurecht zu finden. Hier können z. B. Unterrichtsgänge zum Rhein/ zur Rheinfähre oder in den Taubergießen unternommen werden. Oder ein Besuch geschichtsträchtiger Stätten in der Umgebung, wie die Synagoge in Kippenheim, der Judenfriedhof in Schmieheim oder Strutthof im Elsaß statt.

In der schuleigenen Küche lernen die Schülerinnen und Schüler neben der Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln erste eigene Rezepte kennen, die sie in einem Ordner/ Kochbuch sammeln. Dabei werden auch verstärkt Produkte aus dem Schulgarten verwendet. Die Schülerinnen und Schüler werden hier auch bei der Pflege und Ernte miteinbezogen. Den Höhepunkt bildet die jährliche Gemüsesuppe, die Herr Gieringer für alle Schülerinnen und Schüler aus dem Schulgarten mit eigenem Gemüse kocht.

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Seit 2000 feiern wir im Herbst mit einer Kartoffel-Gemüsesuppe Erntedank. Unser Schulleiter, Herr Gieringer, bewirtschaftet mit einigen Schülern den Schulgarten, vom Säen bzw. Einpflanzen, über Kartoffelkäfersammeln bis zum Ernten und Umstechen. Vor den Herbstferien wird dann geerntet und das Gemüse gleich zu einer Suppe verarbeitet. Die Gemüsesuppe wird im Hauswirtschaftsunterricht von Schülern

der Oberstufe und ihren Lehrern zubereitet. Am folgenden Tag wird die Suppe mit Hilfe von 2-3 Müttern allen Schülern serviert. Als Beilage - nicht aus dem Garten - gibt es Wienerle und Baguette

Für das Fach Werken steht ein eingerichteter Werkraum mit Kreissäge zur Verfügung, eine Töpferscheibe mit Brennofen ist ebenfalls vorhanden.

Für alle Schülerinnen und Schüler dieser Schule stehen in der Hofpause verschiedene Bewegungsspiele zur Verfügung. Diese können zur Hofpause in einem eigens angeschafften „Spieleschrank“ ausgeliehen werden. Jede Schülerin, jeder Schüler ist für die ordnungsgemäße Rückgabe verantwortlich.